Protokoll der 4. Brieselanger Gespräche

Am 19.02.2002 fanden die 4. Brieselanger Gespräche statt.
Das Motto des Abends:

"Leben ohne Sucht" ein Arbeitskreis stellt sich vor.

Nach einer kurzen Begrüßung wurden die Mitglieder dieses Arbeitskreises kurz vorgestellt. Das sind:

Frau Saremba, Frau Meyer, Frau Fulde, Frau Klenner und Herr Gläser.

Als Gäste konnten wir Herrn Pfarrer Schlütter begrüßen.

Zunächst stellt Frau Saremba in einem Exkurs die Aufgaben :

- Problembewußtsein
- Prävention
- Eigeninitiative
- Kooperation
- Hilfe zur Selbsthilfe

und Pläne des Arbeitskreises :

- regelmäßiges Durchführen von Fachvorträgen in Kitas und Schulen mit verschiedenen
Referenten
- Wir bieten regelmäßige Treffen, Infomaterial und Kontaktadressen.

vor. Diese Punkte wurden kurz von Ihr beleuchtet.

Danach berichtete Pfarrer Schlütter über seine Arbeit mit Süchtigen. Angefangen hat alles mit einem Besuch einer Hazenda in Brasilien. Nach Seiner Rückkehr begannen die Arbeiten zum Aufbau des "Gut Neuhof". Nach der langen Phase der Anschubfinanzierung steht das Projekt nun auf eigenen Füssen und jeden Drogenabhängigen als Anlaufstelle zur Verfügung.

Nach diesen Beiträgen wurde die Diskussion zum Thema Sucht und Drogen eröffnet.

Der Vertreter der MAZ stellte Fragen, bezüglich von aktuellen Daten bezogen auf Brieselang. Da es hier nur um die Vorstellung des Arbeitskreises ging, wurde auf die Ermittlung von Zahlen zunächst verzichtet.

Im Verlauf der Diskussion wurden nochmals die genaueren Gründe für die Gründung dieses Arbeitskreises beleuchtet.
Ursache war im Jahre 2001 die Drogeneinnahme eines Jugendlichen mit der anschließenden Anzeige des Jugendlichen gegen den Dealer. Die Mutter konnte Ihr Kind zu einer Anzeige überreden.

Damit eine weitere Ausweitung des Drogenkonsums eventuell verhindert werden, will der Arbeitskreis intensiv im Rahmen der Prävention tätig sein. Speziell angesprochen sind in Rahmen dieser Arbeit die Eltern.

Ihnen muß noch mehr die Wichtigkeit der Verbindung zwischen Eltern, Pädagogen (Lehrer, Kita ) und Kind verdeutlicht werden.

Mißverständnisse über die Tätigkeit des Arbeitskreises konnten ausgeräumt werden. Dieser Arbeitskreis wird nicht beratend tätig. Dazu besitzen die Mitglieder nicht die Ausbildung. Er vermittelt nur, ist Ansprechpartner in der konkreten Situation. Die Mitglieder sind Zuhörer und werden die ersten Kontakte knüpfen. Der Betroffene, das kann ein Süchtiger, aber auch Beteiligter oder Nachbar sein, wird an kompetente Ansprechpartner vermittelt oder auch nur mit Informationsmaterial zu seinem Problem versorgt.

Auch wenn es sich bei den Zuhörer nur um einen kleinen Kreis gehandelt hat, so zeigt er doch ein erstes Interesse an diesem Thema und es konnte unter den Anwesenden ausgiebig diskutiert werden.